Jüdische Salongespräche

Unser Jüdischer Salon Berlin bietet unter www.juedischer-salon-berlin.de/podcasts Jüdische Salongespräche als Podcast zum Nachhören an.

Im krisenhaften Heute bieten wir geladenen Gästen in unserem Berliner Jüdischen Salon, fern von den sozialen Medien, ein Forum, in dem sie sich persönlich und mit ihrem Wissen einbringen können, und in dem sich das Gespräch mit dem Publikum entfalten kann. Jenseits von Ohnmacht und Vorurteil kommt die Unübersichtlichkeit und Vielfältigkeit von Realität und Vorstellung zu Wort und wird aus diversen Perspektiven beleuchtet. Die eigenen Fragen treffen auf die Fragen anderer, Neugierde paart sich mit Austausch.
Die Themen unseres Salons haben aktuelle gesellschaftliche Relevanz, sie sind ein Spiegel der Gesellschaft.
Die ursprüngliche Frage, die wir aufwerfen wollten: Wie lebt es sich als Jüdin und Jude im 21. Jahrhundert? Wurde von der Aktualität überrollt, so geht es heute nicht mehr „nur“ darum, wie sich die Shoah neu unter die anderen Kapitel der so langen jüdischen Geschichte erzählen läßt, wie divers können jüdische Identitäten heute sein, sondern wie nach dem 7. Oktober 2023 justament in dem einst von seinen Juden leergefegten Deutschland und insbesondere Berlin Jüdinnen und Juden vielfältigster Herkunft und hier ihre jüdische Kultur mit all ihren Facetten selbstbewusst leben können.
Ein Salon erscheint uns als der tradierte Raum, um Geschichten zu erzählen und zu hören, um zu fragen, um die Vielfältigkeit jüdischer Existenzen und jüdischen Denkens im 21. Jahrhundert zu erleben und zu diskutieren.

Die Podcastfolgen sind Mitschnitte des Jüdischen Salons im Grünen Salon.

https://www.juedischer-salon-berlin.de

Jüdische Salongespräche

Neueste Episoden

Diasporic views

Diasporic views

86m 36s

Mit Logan February, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Michaela Špačková und Maria Stepanova
- im Gespräch mit Sasha Marianna Salzmann.

Von jeher war Kunst ein Spiegel des diasporischen Lebens. Einer Geschichtserzählung, die Menschen in Fremde und Einheimische separiert, setzen Musik und Poesie komplexe Lebensrealitäten entgegen, die gängige Erklärungsmuster unterlaufen.
Was haben Dichter*innen, deren Werke vom Nachdenken über die Diaspora geprägt sind, einander zu sagen? Welchen Hallraum erzeugen ihre Erfahrungen, wenn sie aufeinandertreffen? Aus unterschiedlichen Blickwinkeln schauen sie auf eine gemeinsam geteilte Welt und erzählen sie weiter.

Art has always been a mirror of diasporic life. Through music and poetry, artists counter historical...

Muttersprache im Exil

Muttersprache im Exil

67m 30s

Podcast vom Salon am 1. Juli 2025 mit mit Ruth Rosenfeld und Galili Shahar, Moderation Marion Kollbach

Die Schauspielerin Ruth Rosenfeld und der Literaturwissenschaftler Galili Shahar machen die jüdische Mehrsprachigkeit als diasporische Erfahrung erlebbar - historisch und aktuell. In den brisanten Konflikten unserer Zeit verliert die Sprache ihre Verbindung zum anderen, sie wird manipuliert, ihr droht Bedeutungsverlust, sie wird zensiert – unser Fokus gilt der Offenheit und Gastlichkeit der Sprache in der Geschichte und heute.

Die jüdische Diaspora war niemals monolingual, sie war immer vielstimmig. „Das Judentum ist nicht in einem Land, es ist im Wort.“ (Edmond Jabes) Sprache ist Erinnerung und Exil zugleich,...

Gewachsene Verbindungen: Blicke auf Israel und Deutschland

Gewachsene Verbindungen: Blicke auf Israel und Deutschland

69m 9s

Wenn von „den Beziehungen“ zwischen Deutschland und Israel die Rede ist, wird es schnell staatstragend – oder schwarz-weiß. Dann geht es um „pro“ und „anti“, um Täter und Opfer, um politische Positionierungen und Stellungsnahmen, die häufig nach Worthülsen klingen. Das hat jedoch wenig mit den Lebenswelten von Israelis und Deutschen zu tun, die sich in ihrem Alltag tatsächlich begegnen. Ihre Geschichten erzählen oft von Zwischenmenschlichem und Emotionen, persönlichen Verbindungen und gemeinsamem Erleben.

„Woran denkst Du, wenn Du an Israel denkst? Woran denkst Du, wenn Du an Deutschland denkst?“ – sind die zwei Fragen, die Dr. Alexandra Nocke und Teresa Schäfer...

Dreamed Belongings: Jewish life between Europe and Israel

Dreamed Belongings: Jewish life between Europe and Israel

64m 6s

Die renommierte Historikerin und Intellektuelle, Diana Pinto, ist nach dem Ende des Kalten Kriegs für ein selbstbewusstes, vielfältiges und in der europäischen Gesellschaft verankertes Judentum eingetreten, das aktiv an der Gestaltung Europas mitwirken solle. Ob und wie sich ihre Vision auf dem Hintergrund der aktuellen Konflikte ausnimmt, wie sich ein diasporisches Judentum inhaltlich gestalten kann, dies diskutieren Cilly Kugelmann und Diana Pinto auf ihrem jeweilig sehr unterschiedlichen jüdischen Hintergrund. Sie denken darüber nach, wie ihr Verhältnis zu Israel aussieht und aussah.

Juden sehen sich mit der Erwartung konfrontiert, die Politik Israels rechtfertigen zu müssen, was zu emotionalen Loyalitätskonflikten führen kann. Ob...